Reisemedizin


Reisen macht Spaß! Besonders Fernreisen – auch Last-Minute – werden immer beliebter. Die gesundheitlichen Risiken werden häufig vor lauter Vorfreude nicht bedacht. Dabei gibt es auch bei Last-Minute-Reisen oft noch viele Dinge, die man tun kann – und tun sollte.

Damit Sie ihren Urlaub uneingeschränkt genießen können, empfehle ich Ihnen, vor Reiseantritt unbedingt den Impfpass prüfen zu lassen. Relativ schnell lässt sich dann in einem kurzen Gespräch feststellen, ob bei der geplanten Reise reisemedizinische Maßnahmen sinnvoll sind und eine ausführliche Beratung notwendig ist. Für viele Länder gibt es Impfempfehlungen oder sogar festgelegte, ständig wechselnde Einreisebestimmungen. Ohne passenden Impfschutz gefährden Sie Ihre Gesundheit und bekommen unter Umständen Probleme bei der Einreise.

In Ihrem Impfpass werden alle Impfungen international gültig dokumentiert.

Die notwendig werdenden Schutzimpfungen sowie die Impfleistung im Zusammenhang mit privaten Auslandsaufenthalten werden derzeit von einigen gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.



Beispiele für verschiedene Reiseimpfungen und auch in vielen Gebieten Deutschlands sinnvolle Schutzimpfungen (z. B. FSME):

FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, deren Erreger hauptsächlich durch Zeckenbisse übertragen werden. Infektionsgefahr besteht in bestimmten Regionen (auch Deutschlands) vom Beginn der ersten Frühlingswärme bis in den Spätherbst. Den besten Schutz bietet eine Impfung.

Tollwut

Eine Viruserkrankung, die hauptsächlich durch den Biss eines infizierten Tieres übertragen wird. Bereits das Belecken kann bei nicht völlig intakter Haut zu einer Weitergabe des Virus führen. Ist die Tollwuterkrankung ausgebrochen, verläuft sie stets tödlich.

Hepatitis A und B

Hapatitis A wird weltweit vor allem durch kontaminierte Speisen sowie als sogenannte Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Diese auch infektiöse Gelbsucht genannte Erkrankung ist eine der häufigsten Reiseinfektionen.
Hepatitis B ist eine Leberentzündung, die durch ein spezielles Virus ausgelöst wird. Die Übertragung erfolgt durch den Kontakt mit dem Blut infizierter Personen oder z. B. durch Sexualkontakte. Die Krankheit kann hochakut gefährlich werden, aber auch in einen chronischen Verlauf münden.

Typhus

Eine schwere Allgemeinerkrankung, die sich über die Aufnahme von Typhusbakterien in verunreinigter Nahrung und im Trinkwasser entwickelt. Auch eine direkt Übertragung als Schmierinfektion ist möglich.

Meningokokken

Bakterien, die eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) verursachen können. Gegen einige Auslöser gibt es wirksame aktive Imfungen.

Gelbfieber

Das Virus wird durch tag- und nachtaktive Stechmücken übertragen und führt nicht selten zum Tode. Die Erkrankung ist durch Impfung sicher zu verhindern.

Cholera

Eine schwere Darmerkrankung, die über mit Cholerabakterien kontaminierte Nahrungsmittel oder kontaminiertes Trinkwasser ausgelöst wird.

Malaria

Gegen diese tropische Erkrankung, die durch Moskitos übertragen wird, gibt es noch keinen wirksamen Impfstoff. Ein bewusster Eigenschutz durch geeignete Kleidung und ein Moskitonetz ist wichtig. Zusätzlich ist – je nach Region und Jahreszeit – eine Medikamenteneinnahme notwendig.


Welchen gesundheitlichen Risiken Sie sich aussetzen und welcher vorbeugende Schutz sinnvoll ist, hängt von Ihrem Reiseziel, von Ihrer Reisezeit und von der Art der Reise ab. Bitte bringen Sie Ihren Impfpass mit in die Sprechstunde, damit Sie optimal beraten werden können.

Leistungen:

Überprüfung des Impfschutzes
Reisemedizinische Beratung
Zusammenstellung der Reiseapotheke
Reiseschutzimpfung

Hier noch ein einfacher TIPP für Ihren Urlaub im Ausland:

»Wash it, Cook it, Peel it or let it be!« – die einfachste Regel, die man im Umgang mit Lebensmitteln im Ausland beherzigen sollte. Was soviel heißt wie: Alle Lebensmittel sollte man waschen, kochen oder schälen, nicht aber roh essen! Damit kann man selbst das Risiko einer der häufigsten Reiseerkrankungen, des Durchfalls, stark reduzieren – und damit die Urlaubsqualität erhalten.